Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin. Die Stadt ist geteilt, seit ich denken kann, meine Großmutter und Tanten leben auf der anderen Seite der Grenze. Ich beginne das Studium Medien-Design in Hamburg, als die Berliner Mauer fällt. Dennoch bleibe ich sieben Jahre.
In Hamburg schließe ich mein Studium ab, sammle Erfahrungen in zwei Agenturen, lerne das Arbeiten unter Zeitdruck. Schließlich folge ich einem Angebot zur Projektarbeit und gehe nach Paris. Die freischaffende Arbeit in dieser vibrierenden Stadt bringt mich mit multikulturellen Auftraggebern zusammen, die mein Händchen für Illustration herausfordern. Diese Erfahrung verändert meinen Blick grundlegend. Mein Fokus liegt seither auf der visuellen Sprache.
Heute lebe ich im Berliner Umland und pendle ins Potsdamer Büro oder in mein Atelier, das inmitten einer alten Kirschbaum-Plantage liegt.
Meine Arbeit bewegt sich zwischen der zeichnerischen Darstellung konkreter Themen, Erkundungen von Farbstrukturen und unterschiedlichen Drucktechniken. Wegen ihrer pastosen Qualität und Leuchtkraft verwende ich mit Vorliebe die Gouache. Ebenso arbeite ich mit Kreiden, Finelinern und Pastellstiften in Kombination und experimentiere mit Stempeltechniken, zum Beispiel für die Collage. Zu den großen Künstlern, die mich besonders inspirieren, gehören Joan Miró, Henri Matisse, Julie Wolfthorn, Hilma af Klint, Horst Janssen und Emil Nolde. Auch aus Film und Literatur gibt es Werke, zum Beispiel von Tove Jansson oder Simone Meier, die wie Impulsgeber auf mich wirken und mich motivieren.
Die Welt der Bilder hat mich seit jeher fasziniert. Wie alle Kinder habe ich früh und gern gemalt, konnte das Zeichnen doch eine Tür zum Weltraum öffnen. Komplizierte Wortformulierungen wurden im Handumdrehen ersetzt. Ich besitze noch einen Brief aus Kinderzeiten an meine Tante Ulla, der überwiegend aus kleinen, nicht unbedingt eindeutigen Kinderzeichnungen besteht – sie hatte ihn genau verstanden. Auch ein Elefant mit Knien (oben) aus dieser Zeit erinnert mich an meine frühe, andauernde Faszination dieses Mediums.